Von der Bühne vor die Linse

Bühne und Kamera – was passiert mit unserem Spiel?

Ist weniger mehr? Wird mehr zu viel? Oder ist viel genau richtig?

Im Theater tragen wir unseren Ausdruck durch den Raum, auf der Kamera verdichtet sich alles im Detail. Doch was bedeutet das konkret für unser Spiel? Welche Mittel verändern sich und welche bleiben? In diesem Workshop erforschen wir gemeinsam die Unterschiede und Verbindungen zwischen Bühnen- und Kameraspiel. Wir probieren aus, verschieben Maßstäbe und schärfen unser Gefühl dafür, wann etwas trägt und wann es zu viel oder zu wenig wird. Ein Raum zum Ausprobieren, Beobachten und Feiner werden.

Hinweis: Einige Übungen werden gefilmt, um sie gemeinsam anzuschauen. Die Aufnahmen bleiben im Workshop. 

Maddy Forst studierte von 2019 bis 2025 Schauspiel an der Folkwang Universität der Künste und hat die Bühne schon in den Kinderschuhen für sich entdeckt. Aufgewachsen ist die Schauspielerin mit haitianischer Adoptionsgeschichte in der Stadt Emmendingen nahe Freiburg und bewegt sich schon ihr Leben lang über Tanz, Gesang, verschiedene Instrumente und Theater über verschiedene Bühnen.
Noch während ihres Studiums konnte sie Dreherfahrung sammeln. Anfang 2023 spielte sie eine Hauptrolle in der ZDFneo-Serie „Watch me“ (Regie: Alsion Kuhn) und Ende desselben Jahres eine Episodenhauptrolle im Tatort Köln („Siebte Etage“, Regie: Hüsseyin Tabak). 

Es folgten weitere kleinere Rollen. Nachdem sie 2024 für ihre Abschlussarbeit „In meiner Haut“ mit dem Folkwang Preis ausgezeichnet wurde, führte ihr Weg direkt ans Schauspiel Köln, an dem sie während der Interimsspielzeit 2024/2025 unter der Intendanz von Rafael Sanchez mit Regisseurinnen wie Jorinde Dröse, Ildikó Gáspár und Fritzi Wartenberg arbeitete. Seit Beginn der Spielzeit 2025 ist sie festes Ensemblemitglied am Schauspiel Essen.